Lebensmittel

Lebensmittel #121: Walnüsse


In Zukunft muss ich die Walnussbäume (in der Schweiz nennt man sie lustigerweise auch „Baumnussbäume“) etwas besser im Auge behalten. Sobald sie im Oktober nämlich ihre wertvollen Früchte tragen, machen sich auch schon ganze Heerscharen daran, die Nüsse von den Ästen zu klopfen und die Bäume regelrecht leer ernten. Man muss also frühzeitig wissen, wann und wo man zu seinen Nüssen kommt! Solch ein manchmal bis zu 20 Meter hoher Baum wirft jedoch um die 50kg Nüsse ab, was ja eigentlich für mehr als 5 Familien einen Winter lang reichen sollte.
Bevor ein Walnussbaum jedoch Früchte trägt, muss er 15 bis 20 Jahre wachsen. Die höchste Dichte an Walnussbäumen findet man in Kirgistan.
Die Hauptproduzenten sind heute China, USA, Iran, die Türkei und Mexiko. Getrocknete Walnüsse kann man bis zu 12 Monaten lagern. Walnüsse sind reich an Vitamin A, B1, B2, B3, C und E sowie Kalium, Calcium, Magnesium, Zink, Eisen, Phosphor und Schwefel. Medizinische Studien haben bewiesen, dass ein regelmässiger Verzehr von Walnüssen das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen vermindert. Sowohl die Omega-3-Fettsäuren als auch das Kalium, das in Walnüssen enthalten ist, regulieren nachweislich die Stresshormone Cortisol und Adrenalin. Ihr Magnesium lässt angespannte Muskeln weich werden und wieder entspannen. Zusätzlich regt der Verzehr der Walnuss die Bildung von Melatonin an, was für einen tiefen und ruhigen Schlaf sorgt. Der Verzehr von etwa 50 Gramm Walnüssen am Tag, deckt den täglichen Bedarf eines Menschen an essentiellen Fettsäuren ab.

Aus der Küche sind Walnüsse überhaupt nicht mehr wegzudenken. Wir benutzen sie für Kuchen, Torten, Desserts und Salate. Aber nicht nur die reifen Nüsse sind gefragt. Das Holz der Echten Walnuss ist ein begehrtes Edelholz, aus den getrockneten Blätter des Baums lässt sich ein Tee aufgiessen der Schweissbildung mindert und Hauterkrankungen  mildert und aus den Jungfrüchten kann man leckere Liköre (z.B. «Nocino») brennen. Das Walnussöl schmeckt sehr aromatisch und vereint selbstverständlich all die obengenannten gesunden Eigenschaften.

Werbeanzeigen
Standard
Lebensmittel

Lebensmittel #120: Bucheckern

Bucheckern sind dreikantige Nüsse, die von der Rotbuche stammen. Rotbuchen werfen ihre Eckern im September ab und können einfach aufgesammelt werden. Nur Bäume, die älter als 40 Jahre sind, entwickeln Früchte. Buchen tragen nur alle fünf bis sieben Jahre eine überreiche Ernte. In den Jahren dazwischen produzieren sie nur geringe Mengen.

Bucheckern enthalten nebst reichlich Fettsäuren auch Vitamin B3, Vitamin E, Eisen, Zink, Kalium, Natrium, Calcium und Kupfer. Ihre gesundheitliche Wirkung ist bisher noch nicht richtig untersucht worden. Das hat vor allem damit zu tun, dass sie wegen der enthaltenen Oxalsäure, Blausäure und Fagin leicht giftig sind. Die giftigen Substanzen in den Bucheckern können jedoch durch Rösten abgebaut werden. Zudem führt leichtes Rösten zu einem besseren Aroma der Nüsse.

Standard
Lebensmittel

Lebensmittel #119: Sellerie

Sellerie wächst seit Urzeiten rund um den Globus, ausser in tropischen Gebieten. Sellerie gibts in den Varianten Knollensellerie und Stangensellerie. Den Knollensellerie gibts von Juli bis November (danach Lagerung), den Stangensellerie von Juni bis November.

Im alten Ägypten wurde Wildsellerie – bereits um 1200 v. Chr. als Heilpflanze gegen rheumatische Beschwerden (hoher Kaliumgehalt) genutzt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin hingegen gilt Selleriesaft als Mittel gegen zu hohen Blutdruck. Und im Ayurveda wird der Sellerie seit langer Zeit bei Verdauungsstörungen und neurologischen Altersbeschwerden eingesetzt.

Standard
Lebensmittel

Lebensmittel #118: Hanfsamen

Hanfsamen oder Hanfherzen (wenn geschält) gehören zu den nährreichsten Samen, die man essen kann. Sie sind voll mit Proteinen, gesunden Fetten (Omega 3), Vitamin E und Mineralien wie Magnesium und Zink. Sie eignen sich für allerlei – zum Backen, als Salatdressings, in Smoothies und für Müeslis. Eigentlich kann man sie wie Salz und Pfeffer (oder eben auch Petersilie) zu jedem Gericht als Veredler hinzufügen. Vom Geschmack her haben sie etwas nussiges, aber sind dennoch dezent.

Standard
Lebensmittel

Lebensmittel #117: Schnittlauch

Schnittlauch ist eine mehrjährig Pflanze, die fast überall auf der Welt gedeiht (hierzulande von April bis November). Am besten kauft man sich anfangs April einen Topf Schnittlauch und bedient sich dann davon bis in den Späthrbst. Man sollte Schnittlauch nie mitkochen, sondern frisch gehackt zu Suppen, Salaten und Torten beigeben. Die Blüten des Schnittlauchs kann man über Salate oder Suppen streuen.

Schnittlauch ist reich an Vitamin C, enthält große Mengen an Senfölen und heilsamen Schleimstoffen, Saponine genannt. Er liefert alle Mineralstoffe und Spurenelemente, welche die Natur anzubieten hat, ganz besonders große Mengen an Eisen, und zwar in einer Form, die vom Körper besonders schnell und intensiv aufgenommen werden kann.

Standard
Lebensmittel

Lebensmittel #116: Sauerkraut

Sauerkraut (auch Sauerkohl) ist durch Milchsäuregärung (ca. 4-6 Wochen) konservierter Weisskohl oder Spitzkohl und wird meist gekocht als Beilage gegessen. Es gilt international als eines der bekanntesten deutschen Nationalgerichte (deshalb nannten die Engländer die Deutschen während dem 2. Weltkrieg auch „Krauts“). Sauerkraut gehörte bis zur Etablierung neuerer Konservierungsmethoden zu den im Winter in Deutschland, den Niederlanden und Polen hauptsächlich verarbeiteten Zutaten. Es gelangte auch in die jüdische Küche. Besonders in osteuropäischen Staaten wird sehr viel Sauerkraut gegessen.

Sauerkraut ist reich an Milchsäure, Vitamin A, B, C und Mineralstoffen und ein wichtiger heimischer Vitamin-C-Lieferant im Winter (deshalb wurde es auch als Proviant in der Seefahrt eingesetzt, nachdem entdeckt worden war, dass der Verzehr von Sauerkraut Skorbut verhindert). Sauerkraut ist kalorienarm, praktisch fettlos, enthält 3-4% Kohlenhydrate und 1-2% Proteine. Sauerkraut ist zudem voller hochwirksamer und lebenswichtiger Mikroorganismen. Diese Mikroorganismen bilden einen Grossteil des menschlichen Immunsystems und schützen den Organismus vor chronischen Krankheiten, Parasiten, Viren und vor schädlichen Bakterien.

Standard
Lebensmittel

Lebensmittel #115: Sardellen

Sardellen werden in der Küchensprache auch meistens Anchovies genannt. Darunter versteht man aber auch Sprotten, die eher in der nordischen Küche vorkommen. In mediterranen, vor allen italienischen Rezepten meint man aber vornehmlich die Sardelle. Dieser kleine Fisch gehört zur Familie der Heringsarten und kommen vor allem in der Nähe von Küsten vor.

Sardellen, die filetiert, eingesalzen und fermentiert werden vielseitig als würzende Zutat verwendet. Diese Anchovis reifen manchmal über zwei Jahre lang und haben eine mürbe Konsistenz. Wegen ihres sehr intensiven Aromas und hohen Salzgehalts sind sie nicht für den direkten Verzehr bestimmt. Aus ihnen wird auch Sardellenpaste hergestellt.

Standard