Lebensmittel

Lebensmittel #126: Sesam

Sesam ist eine weit verbreitete Kulturpflanze und vermutlich eine der ältesten Ölpflanzen der Welt. Sesam ist ursprünglich in Teilen Indiens und Afrikas heimisch. Angebaut wird er heute in tropischen und subtropischen Gebieten weltweit.

Die Samen, das Öl und die Wurzel des Sesam werden für therapeutische und kulinarische Zwecke verwendet. Die ölreichen Samen des Sesam werden zu Sesamöl verarbeitet, das vor allem zum Kochen verwendet wird – aus gerösteten Samen gepresst auch als würzende Zutat (z.B. Gomashio (jap.)/Kkaesogeum (kor.)). Die ganzen Samen dienen – oft geröstet – zur Verfeinerung von Backwaren und zum Würzen von Speisen. Sesam gehört zu den selenreichsten Lebensmitteln. Ähnlich unermesslich ist der Vitalstoffreichtum im Sesamsamen. So kann Sesam aufgrund seines Calciumreichtums für die Knochengesundheit eingesetzt werden. Sesam senkt überdies – regelmässig verzehrt – den Blutdruck und während die Sesamkörnchen innerlich Haut und Haar versorgen, pflegt das Sesamöl die Haut von aussen.

Werbeanzeigen
Standard
Lebensmittel

Lebensmittel #125: Thymian

Thymian zählt zu den wichtigsten Kräuterarten und ist nahezu unverzichtbar in der mediterranen Küche. Die kleine, robuste, mehrjährige Pflanze hat grau-grüne Blätter und meist rosafarbene Blüten und gibts in mehr als 100 Varianten. Verwandt ist der Thymian mit Majoran und Oregano (äussere Verwechslungsgefahr!). Seinen würzigen Geschmack verdankt er dem so genannten Thymol-Öl.

Thymian kann man hierzulande ohne Probleme auf dem Balkon anbauen. Die Erntezeit erstreckt sich von Mai bis September. Aber Thymian lässt sich am besten getrocknet verwenden, da sein Geschmack so wesentlich stärker hervortritt.

Thymian würzt vor allem mediterrane Gerichte wie Eintöpfe oder Suppen und die Beigabe eines Zweiges sorgt für einen wunderbaren Duft und ein angenehmes Aroma in allen Speisen. Thymian gehört in das klassische „Bouquet garni“ und zu den „Fines herbes“ der französischen Küche. Ausserdem ist er als Gewürz unentbehrlich bei der Herstellung von Wurstwaren. Die wilde Art passt gut zu hellem Fleisch, Kaninchen und Forellen. Thymian harmoniert generell gut mit Tomaten, aber auch Zucchetti und Auberginen.

Durch seine antibiotischen und entzündungshemmenden Eigenschaften bekämpft der Thymian Husten und Erkältungen, die durch Krankheitserreger verursacht wurden. Er hat zudem eine gute Auswirkung auf die Verdauung.

Standard
Lebensmittel

Lebensmittel #124: Zucchetti

Zucchetti (in Deutschland„Zucchini“) ist eine Unterart des Gemüsekürbis und stammt aus Italien. Meistens erntet man die Früchte in einer Länge von 10 bis 20cm, kann sie aber auch bis zur Kürbisgrösse anwachsen lassen und so bis in den tiefsten Winter lagern. Die Erntezeit ist zwischen Juni und Oktober. Die Pflanzen geben während diesen Monaten besonders viele Früchte. Als Delikatesse gilt die gelbe Blüte („fiora die zucca“), wobei man nur die männlichen Blüten pflücken sollte, um den Fruchtertrag nicht zu schmälern. Zucchetti sind voller Vitamine (A, B1, B2, C und E), zudem reich an Magnesium, Kalium, Kalzium, Eisen, Jod, Kupfer und Phosphor. Sie haben eine entgiftende Wirkung und beschleunigen den Stoffwechsel der Haut.

In der Küche kann man Zucchetti für unzählige Speisen verwenden. In gewissen Fällen lohnt es sich sie vor dem Kochen mit Salz zu entwässern. Ungekocht kann man Zucchetti aber auch geraffelt in Salaten essen.

Standard
Lebensmittel

Lebensmittel #123: Süsskartoffeln

Die Süsskartoffel, auch bekannt als Batate, ist nach der Kartoffel und Maniok das meist geerntete Lebensmittel der Welt. Der grösste Produzent ist China. Die Süsskartoffel, die übrigens nur entfernt verwandt mit der Kartoffel ist, stammt ursprünglich aus Mittelamerika, hat aber nun den Siegeszug rund um die Welt angetreten. Sogar jetzt endlich bis in unsere Breitengrade. In den USA ist sie schon längst ein Grundnahrungsmittel und gebackene Süsskartoffeln (backed sweet potatoes) gehören zum traditionellen Truthahn-Menü, das zu Thanksgiving gegessen wird. Und in Japan gibt’s beispielsweise die unterschiedlichsten Rezepte mit ihr, so auch Süssspeisen (z.B. Yokan).

Man kann mit Süsskartoffeln so ziemlich alles machen – von Pommes über Suppen bis zu Puffer. Also alles das was, was man mit Kartoffeln auch machen kann. Nur geschmackvoller und gesünder. Denn die Süsskartoffel ist ein absolut gesundes Nahrungsmittel, mit fast keinem Fettanteil, aber trotzdem voller Kalorien und Vitaminen. Sie beugt gegen Bluthochdruck und Diabetes vor und hat generell eine antitoxische Wirkung und schützt die Abwehrkräfte.

Hierzulande findet die Ernte im September und Oktober statt. Lagern kann man die Süsskartoffel nicht so lange wie eine Kartoffel, maximal sechs Monate (also bis ca. März).

Standard
Lebensmittel

Lebensmittel #122: Cranberries

Cranberries (auf deutsch: Moosbeeren) sind eine Artengruppe der Heidelbeeren. Durch ihre dreifache Grösse haben sie aber im Vergleich zu letzteren eine ganze Menge mehr an Fruchtfleisch. Cranberries schmecken süss-sauer und wurden schon von den amerikanischen Ureinwohner wild gepflückt und gegessen. Heutzutage werden sie grossflächig im Norden der USA, in Kanada und in Chile angepflanzt. Die in Europa kultivierten Cranberries sind „Gewöhnliche Moosebereen“, die etwas kleiner sind und auch etwas anders schmecken.

Cranberries enthalten hohe Mengen an wertvollen Pflanzenstoffen wie vor allem Polyphenole und Anthocyane, die antibakteriell bzw. antioxidativ wirken. Anthocyane sind besonders günstig für den Zellschutz gegen freie Radikale und ausserdem für gesunde Gefässe sowie für Herz und Kreislauf ganz allgemein. Auch sonst haben die dunkelroten Beeren einiges zu bieten: Frische Cranberries enthalten relativ viel Vitamin C plus beachtliche Mengen an Vitamin A; getrocknete Cranberries punkten vor allem mit einem hohen Gehalt an Mineralstoffen. Cranberries-Saft soll übrigens gegen Blasenentzündung helfen.

Standard
Lebensmittel

Lebensmittel #121: Walnüsse


In Zukunft muss ich die Walnussbäume (in der Schweiz nennt man sie lustigerweise auch „Baumnussbäume“) etwas besser im Auge behalten. Sobald sie im Oktober nämlich ihre wertvollen Früchte tragen, machen sich auch schon ganze Heerscharen daran, die Nüsse von den Ästen zu klopfen und die Bäume regelrecht leer ernten. Man muss also frühzeitig wissen, wann und wo man zu seinen Nüssen kommt! Solch ein manchmal bis zu 20 Meter hoher Baum wirft jedoch um die 50kg Nüsse ab, was ja eigentlich für mehr als 5 Familien einen Winter lang reichen sollte.
Bevor ein Walnussbaum jedoch Früchte trägt, muss er 15 bis 20 Jahre wachsen. Die höchste Dichte an Walnussbäumen findet man in Kirgistan.
Die Hauptproduzenten sind heute China, USA, Iran, die Türkei und Mexiko. Getrocknete Walnüsse kann man bis zu 12 Monaten lagern. Walnüsse sind reich an Vitamin A, B1, B2, B3, C und E sowie Kalium, Calcium, Magnesium, Zink, Eisen, Phosphor und Schwefel. Medizinische Studien haben bewiesen, dass ein regelmässiger Verzehr von Walnüssen das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen vermindert. Sowohl die Omega-3-Fettsäuren als auch das Kalium, das in Walnüssen enthalten ist, regulieren nachweislich die Stresshormone Cortisol und Adrenalin. Ihr Magnesium lässt angespannte Muskeln weich werden und wieder entspannen. Zusätzlich regt der Verzehr der Walnuss die Bildung von Melatonin an, was für einen tiefen und ruhigen Schlaf sorgt. Der Verzehr von etwa 50 Gramm Walnüssen am Tag, deckt den täglichen Bedarf eines Menschen an essentiellen Fettsäuren ab.

Aus der Küche sind Walnüsse überhaupt nicht mehr wegzudenken. Wir benutzen sie für Kuchen, Torten, Desserts und Salate. Aber nicht nur die reifen Nüsse sind gefragt. Das Holz der Echten Walnuss ist ein begehrtes Edelholz, aus den getrockneten Blätter des Baums lässt sich ein Tee aufgiessen der Schweissbildung mindert und Hauterkrankungen  mildert und aus den Jungfrüchten kann man leckere Liköre (z.B. «Nocino») brennen. Das Walnussöl schmeckt sehr aromatisch und vereint selbstverständlich all die obengenannten gesunden Eigenschaften.

Standard
Lebensmittel

Lebensmittel #120: Bucheckern

Bucheckern sind dreikantige Nüsse, die von der Rotbuche stammen. Rotbuchen werfen ihre Eckern im September ab und können einfach aufgesammelt werden. Nur Bäume, die älter als 40 Jahre sind, entwickeln Früchte. Buchen tragen nur alle fünf bis sieben Jahre eine überreiche Ernte. In den Jahren dazwischen produzieren sie nur geringe Mengen.

Bucheckern enthalten nebst reichlich Fettsäuren auch Vitamin B3, Vitamin E, Eisen, Zink, Kalium, Natrium, Calcium und Kupfer. Ihre gesundheitliche Wirkung ist bisher noch nicht richtig untersucht worden. Das hat vor allem damit zu tun, dass sie wegen der enthaltenen Oxalsäure, Blausäure und Fagin leicht giftig sind. Die giftigen Substanzen in den Bucheckern können jedoch durch Rösten abgebaut werden. Zudem führt leichtes Rösten zu einem besseren Aroma der Nüsse.

Standard